Mannschaft Mannschaft

14.10.2010

 

Es ist soweit, wir sind in Sao Paulo nach ewig langem Fliegen angekommen.

Das Hotel ist einfach, aber gut. Eben ein typischen Formula 1 Hotel.

Ach ja, wir Personen sind alle da, was man vom Gepäck nicht schreiben kann. Peter und Björn vermissen Ihre Koffer. Naja, dann müssen wir die Zwei eben stinkend ertragen………….

Das Wetter ist gut, das heißt in dieser 19 Millionen Metropole ist es ja immer etwas stickig. Aber wir haben 26° C und so soll es auch bleiben, nur eben im Landesinneren sonnig.

Ansonsten gibt es noch nichts Nennenswertes zu berichten. Die Jungs chillen, essen oder machen Blödsinn und wir  schauen, dass das nicht zu schlimm wird oder organisieren die Transfers, Autos, und was eben so zu einem Etappenrennen gebraucht wird.

Zwischendurch hatten wir dann noch ein Fotoshooting vom Hauptsponsor. Eine kleine Auswahl der Bilder werde ich demnächst in die Galerie einstellen.

Wir freuen uns auf Eure Gästebucheinträge. Also gleich HIER klicken.

 

Grüße aus dem warmen und sonnigen Sao Paulo

Chris

15.10.2010

 

Heute war nun der Transfer von Sao Paulo in den Startort der Tour nach Presidente Prudente. Das hieß für die Jungs 7 Stunden im Bus fahren und für uns Betreuer sechseinhalb Stunden im Auto. Immer wieder unterbrochen durch Kaffeepausen.

In Presidente Prudente dann angekommen wurde erst mal das Hotel für gut befunden und mit Freuden bezogen. Dann etwas Getränke kaufen und so weiter.

Abends dann waren Alfred und ich bei der sportlichen Leitersitzung. Nichts Neues zum letzten Jahr, sogar viele bekannte Gesichter von 2009.

Ach ja, morgen darf ich auf Position 5 im Konvoi fahren.

Nach dem Abendessen gab es dann noch die Mannschaftsbesprechung und nun sind wir alle müde und gehen ins Bett, zumal morgen um 5 Uhr schon das Frühstück ansteht.

Übrigens das wird nun jeden Morgen so sein auch wenn man uns von Samstag auf Sonntag wegen der hiesigen Sommerzeit eine Stunde wegnimmt.

 

Gute Nacht uns hier und Euch einen guten Morgen.

 

Chris

Peter das Tier Peter das Tier

16.10.2010

 

Es ist soweit. Die erste Etappe der Tour do Brasil, Volta Ciclistica de Sao Paulo 2010 ist heute.

Nach dem Frühstück um 5 Uhr ging es auch schon los. Koffer verladen, Räder fertig machen, Autos fertig Packen und ab vom Hotel zum Start, etwa 2 km entfernt.

Am Start die üblichen Reden, Einschreiben, Räderkontrolle und auch ein schönes Wiedersehen mit all den lieben Leuten die letztes Jahr schon dabei waren.

Pünktlich um 7:30 Uhr (der Start wurde nach hinten verlegt) wurde auch schon gestartet.

Noch neutralisiert durch Presidente Prudente, einer Millionenstadt im Staat Sao Paulo, geht es drei km nach dem scharfen Start auch schon los mit der Attackiererei.

Über Radio Tour kann ich nicht viel verstehen wer da schon so früh in die Tasten haut, denn in der Stadt gibt es noch ein paar Übertragungsschwierigkeiten.

Auf dem welligen Land bekomme ich mit, das unser Peter Schmid mit einem Brasilianer abgehauen ist. Genial schießt es mit als erstes durch den Kopf. Beim Blick auf den Tacho, erst acht Kilometer gefahren, wird mir bange. Das sind noch 130 km bis ins Ziel.

Das Paar schafft es aber auf bis zu sechseinhalb Minuten Vorsprung. Dieser schmilzt aber ab der Hälfte des Rennens immer weiter zusammen, egal, wir haben die Bergwertungen alle in der Tasche und egal was noch kommt, das Bergtrikot trägt auf der 2. Etappe PETER SCHMID vom Team aus Ludwigsburg.

Es kommt wie es kommen musste, die Zwei werden 10 Kilometer vor dem Ziel gestellt und kommen schlussendlich mit dem Hauptfeld ins Ziel.

Andre, der mal wieder bewiesen hat, dass er es kann wird im chaotischen Massensprint hervorragender Zehnter. Auch gut.

Die weiteren Platzierungen des Tages:

Andre:            10.

Björn:              79.

Marcus:          83.

Oliver:             105.

Peter:              113

Philipp:           129.

Florian:           131, nach defekt 4 km vor dem Ziel.

 

Jetzt gilt es die agressive Fahrweise beizubehalten und weiter auf uns aufmerksam machen.

 

Gute Nacht und bis demnächst wieder.

 

Chris

Flo mit seinen Fans Flo mit seinen Fans
rechts, Peter im Bergtrikot rechts, Peter im Bergtrikot

17.10.2010

 

Wieder um 5 Uhr Frühstück. Seit heute beginnt in Brasilien die Sommerzeit. Das heißt, uns wurde eine Stunde genommen und es ist normalerweise erst 4:00 Uhr. Macht nichts, können wir nicht ändern. Um 5:30 Uhr musste dann aber Oliver doch nach oben um unsere Verschläfer zu wecken. Nicht so schlimm, wir haben damit gerechnet. Vorweg genommen, die Peruanische Mannschaft hat komplett verschlafen, den Start verpasst und ist somit „out of the race“. Schade. Aber es verbleiben noch 19 Mannschaften ausser uns. 

Vor dem Start war es noch dunkel, also durch eine leere und dunkle Stadt zu fahren hat schon etwas.

Kurz bevor es losging wurden dann noch die „Trikots“ geehrt, mit dabei natürlich UNSER schönes Bergtrikot in dem Peter Schmid steckt.

Das Rennen war geprägt von ständigen Attacken. Mit dabei fast immer unser Björn. 10 km vor dem Ziel wurde dann aber von der Mannschaft Funvic das Tempo so hoch gehalten, dass sich das Feld teilte. Im Hinteren gleich vier unserer Fahrer, Mist. Denn da war auch Björn, der sich heute einiges versprochen hatte. Einmal hinten drin und schon weg vom Fenster. Schade.

Die anderen Drei mussten somit die Deutsche Fahne hochhalten. 1 km Vor dem Ziel lag dann auch noch Peter auf einer Verkehrsinsel durch einen Brasilianer abgedrängt. Also schnell schauen was los ist, und das Ersatzrad vom Dach gepfriemelt, Peter draufgesetzt und weiter der arme Kerl. Andre hat es aber wieder geschafft wieder unter die Top Ten zu sprinten mit einem super zehnten Platz. Marcus konnte dann auch noch auf Platz 32 spurten und Peter hat durch die drei Kilometer Regel wenigstens keine Zeit im Klassement verloren.

Die Platzierungen im Einzelnen:

Andre:            10.      Klassement:  13.

Marcus:          32       Klassement:  53.

Peter   :           101.    Klassement:  91.

Florian:           120     Klassement:  122.

Oliver:             121     Klassement   119

Björn   :           122     Klassement   116.

Philipp:           125     Klassement   121

 

Morgen steht mit 178 km die längste Etappe auf dem Plan und es werden die Karten neu gemischt. Die Abstände sind noch nicht so groß, dass wir es nicht schaffen weiter nach vorne zu kommen. Also, weiter Daumen drücken und fleißig ins Gästebuch schreiben. So wissen wir, dass Ihr bei uns seid.  

 

Gute Nacht und bis demnächst wieder.

 

Chris

Kein Kommentar zum Wetter :-) Kein Kommentar zum Wetter :-)

18.; 19. und 20.10.2010

 

Wie jeden Tag um 5 gefrühstückt und vorher schon das Auto und das Material fertig gemacht, wie eben jeden Tag hier, das brauche ich glaube ich nicht mehr schreiben.

Das hier wird eine Zusammenfassung der letzten drei Tage. Ich bin nicht mehr dazugekommen und war abends auch nur noch ins bett gefallen.

Also, die dritte Etappe wurde bei Regen gestartet und führte von Bauru nach Sao Carlos über 178 km. Nach verhaltenem Start lösten sich die verschiedenen Gruppen um schlussendlich bei 2 Mann zu enden, die auch das Ziel gemeinsam mit einer Minute Vorsprung erreichten. Unsere Fahrer waren zum Teil in Massenstürzen kurz vor dem Ziel verwickelt und hatten dann mit dem Ergebnis nicht mehr die gewünschten Ergebnisse.

Also ein schwarzer Tag, denn Abneds ging es darum die Jungs zu pflegen und das material wieder instand zu setzten so gut es ging.

 

4. Halbetappe. Zeitfahren über 14 km auch den Wegen eines Golfplatzes in Sao Carlos. Hier gingen wir eine Materialschlacht mit den Teams ein. Kurz, wir haben sie mit unseren sehr guten, aber eben normalen Straßenrädern verloren. Die Gesamtwertung ist also in weite Ferne gerückt. Wir werden uns nach Rückständen von über 3 Minuten auf Tageserfolge konzentrieren.

Gesagt, getan. Auf der 4. Halbetappe über 130 km am Nachmittag des Zeitfahrens legte sich Andre wieder voll ins Zeug und konnte wieder Top Ten erreichen. Gut gemacht Junge. Ein Sprinter wie Oscar Freire.

 

5. Etappe.

„Nur“ 65 km und „nur“ ein 44,5 er Schnitt.

Wir haben es versucht. Erst Peter Schmid, der bis zueiner Minute Vorsprung hatte in einer drei Mann Gruppe, dann Björn Thurau, der ein Loch von eineinhalb Minuten zu einer Dreiergruppe ALLEINE zugefahren hat und dann leider 1,5 km vor dem Ziel wieder vom heranrasenden Feld eingeholt wurde. Schade, aber wer nicht wagt der nicht gewinnt. Kompliment an die ganze Truppe, die es wirklich mit Kämpferherz versucht hat.

Vor dem Ziel kam es noch zu einem schweren Massensturz, in dem unsere Vahrer nicht drin waren, aber dadurch nicht mehr zum Zug kamen. Der Sturz war im vorderen Drittel des Feldes, also waren heute die vorne, die „eigentlich“ weiter hinten waren und Glück hatten um den Sturz zu kommen. Auch schade.

 

Die Ergebnisse dann von heute, 20.10.2010 also der 5. Etappe:

 

Florian Tenbruck      27                                                                       Marcus Kühn            38                                                                 

André Benoit             74                                                                 

Peter Schmid            78                                                                 

Philipp Mair               108                                                               

Björn Thurau             110                                                               

Morgen geht es von Sorocaba nach Atibaia über 141 km, wo uns eine Bergankunft der zweiten Kategorie erwartet. Ich kenne die Zielankunft noch aus 2009. Es geht den letzten Kilometer auf Kopfsteinpflaster, das seinen Namen verdient hat. Paris Roubaix lässt grüßen, nur, dass es in Frankreich eher flach ist und hier eben die 2. Kategorie.

Nun ist es hier auch schon wieder sehr spät und ich falle nun in mein Bett.

Bitte schreibt uns ein bisschen etwas Aufmunterndes ins GÄSTEBUCH, nach unserem Materialschwund ist das ein bisschen nötig. Danke

 

Gute Nacht und bis demnächst wieder.

 

Chris

 

21.10.2010

 

Der Donnerstag beginnt wie jeder andere hier. 4 Uhr aufstehen, duschen, packen und dann das Auto für die Etappe richten. 5:00 Uhr dann mit den Jungs frühstücken und schauen, dass das gepäck verladen wird und die Räder auch zum Start gefahren werden. Danach die Rennfahrer in den Bus setzten, nein, nicht persönlich, aber dafür sorgen, dass alle mitgenommen werden.

Start ist auch wie jeden tag 6:50 Uhr und dann ging es gleich los wie am Vortag besprochen. Peter springt in den Fluchtgruppen mit und versucht sein Glück in der Flucht. Die anderen bleiben im Feld und helfen so gut es geht einander aus.

Klappt auch sehr gut. Peter hat aber kein Glück, die drei Gruppen in denen er vertreten war wurden immer wieder gestellt. Mehr als 30 Sekunden waren nie drin.

60 km vor dem Ziel schafft es dann eine Gruppe mit ca. 8 Fahrern einen Vorsprung mit 2:09 Minuten rauszufahren. Mit dabei Björn Thurau. Als in der Gruppe 35 km vor dem Ende die einzelnen Fahrer abwechselnd attakieren wird es Björn zu dumm und er setzt sich mit einem Brasilianer und dem Neuseeländer Jeremy Yates von der Gruppe ab und fährt bis zum Schlussanstieg in der Formation. 1 km vor dem Ziel wird der Brasilianer angeschüttelt. Nicht leicht, denn es ist immerhin ein Schlussanstieg der zweiten Kategorie. Jeremy hat dann 500 m vor dem Ziel Björn etwas distanziert und rettet fünf Sekunden vor Björn, der genialer Zweiter wird.

Im Ziel sind dann die Reporter Schlange gestanden für ein Interview mit dem Etappenzweiten. Liegt sicher am großen Namen. Der Neuseeländer wurde nicht beachtet. .

Die Ergebnisse dann von heute, 21.10.2010 also der 5. Etappe:

 

Björn Thurau             2.

Florian Tenbruck      23.

Markus Kühn            31.

Philipp Mair               70.

Peter Schmid            83.

André Benoit             84.

                                                          

Morgen geht es von Atibaia  nach Pindamonhangaba über 184 km

Kommentare lesen wir gerne HIER

Gute Nacht und bis morgen wieder.

 

Chris

 

 

 

22.10.2010 und 23.10.2010

 

Hallo,

heute gibt es wieder eine Zusammenfassung der letzten beiden Tage. Das deshalb weil wir gestern auf einem Bauernhof übernachten durften. Dazu zu allererst. Wir kamen uns vor wie auf der Ponderosa, diejenigen die diese nicht kennen fragen mal Ihre Eltern, die können sich sicher noch an die Cartrights erinnern. Und hatten die Internet???? Nein, wir nämlich auch nicht.

Zum Rennen:

Die längste Etappe ging mal wieder sehr lange auf der Autobahn. Markus schaffte es dieses Mal mit in einer 8er Gruppe mit auszureißen. Leider wurden Sie nach ca. 130km wieder eingeholt und es kam wie es kommen musste, es kam zum Sprint. 2 Defekte, einmal bei Philipp und einmal bei Andre schwächten unsere Chancen auf eine gute Platzierung. Florian Tenbruck war gut in Schwung und belegte auf dieser längsten Etappe einen sehr guten 12. Platz. Gratulation an dieser Stelle.

 

Die heutige Etappe hatte es in sich. 62 km und über 1.200 Höhenmeter. Also ein Ausscheidungsfahren und das morgens um 7 Uhr.

Kurz berichtet, es fiel auf den ersten Metern am Berg das ganze Feld auseinander und es bildeten sich immer mehr Gruppen.

Am weitesten vorne war Björn Thurau zu finden. Leider verpasste er den Anschluß an die erste Gruppe und wurde mit 9:34 Minuten Rückstand 39.

 

Die Ergebnisse im Einzelnen:

 

Björn Thurau             36.

Peter Schmid            48.

Marcus Kühn            49.

André Benoit             54.

Philipp Mair               90.

Florian Tenbruck      94.       

                                                          

Morgen auf der letzten Etappe geht es nur noch 50 km von Campinas nach Sao Paulo.

Ich bin sicher, dass die Rennfahrer das in einer guten Stunde abgehakt haben. Also eine sehr schnelle Etappe fahren werden.

Morgen dann die kompletten Ergebnisse.

 

Wer mit einem der bekanntesten Rennfahrern in einem GÄSTEBUCH stehen will, klickt HIER.

 

Chris

 

 

Gute Kontkte zum Kampfgericht Gute Kontkte zum Kampfgericht

24.10.2010

 

Letzter Tag des Rennens. Das heißt noch mal sehr früh aufstehen (3:30 Uhr) denn um 5:15 Uhr ist Abfahrt zum genauen Startort, einem Autobahnkreuz, das eigens für den Start der letzten Etappe der Tour do Brasil, gesperrt wurde. Da mich die Mücken nachts sehr gepiesackt haben, stehe ich fast schon gerne auf.

Also alles gepackt, das Auto schon für die Abgabe dessen vorbereitet und schon hinter dem Bus her, in dem die Fahrer noch ein paar Minuten auf der fahrt schlafen können.

Am Autobahnkreuz von Jundiai angekommen erwartet uns auch schon die ganze Polizeimeute, die Aufbauten zum Start und alles was so dazugehört für einen tollen Start bei einer genialen Rundfahrt.

Pünktlich um 6:50 Uhr fällt auch schon der Startschuss und es geht ab nach Sao Paulo ins Ziel der Tour do Brasil, Volta Ciclistica de Sao Paulo. Die 50 km sind auch nach 1:05 Stunden erledigt. Gewonnen hat Antonio Nascimento, der auch das Bergtrikot gewonnen hat, das Peter sich auf der ersten Etappe erkämpft hatte.

Unsere Jungs schlugen sich im chaotischen Sprint auch achtbar. Das Ergebnis gleich hier unten.

Wir alle sind stolz, bei einer so gut organisierten Rundfahrt mit einem so guten Ruf hier in Amerika, dabei sein zu dürfen. Die Bilder belegen auch, dass wir unseren Verein, den RSC Komet Ludwigsburg, nicht nur würdig, sondern vor allem sympathisch, hilfsbereit und in einem guten Licht präsentiert haben.

Vielen Dank an alle, die das ermöglich haben.

Ergebnisse:

Neunte und letzte Etappe:

 

André Benoit             13.

Florian Tenbruck      29.

Philipp Mair                32

Marcus Kühn                        43

Peter Schmid            86

Björn Thurau             105

 

Tagesmannschaftswertung:

 

4. RSC Komet Ludwigsburg

 

Gesamteinzelwertung:

 

Marcus Kühn                        39.

Björn Thurau             49.

Peter Schmid            50.

André Benoit             54.

Florian Tenbruck      94

Philipp Mair               104.

Danke auch an die Jungs mit denen ich sehr gerne wieder eine solche Rundfahrt bestreiten möchte.

 

Am Donnerstag hat uns Deutschland dann wieder. Bis dahin genießen wir noch 30° und Sonnenschein.

 

Wir freuen uns weiterhin auf Kommentare im Gästebuch. Immerhin hat Lance Armstrong auch schon an uns geschrieben.

 

Warme grüße aus Sao Paulo / Brasilien

 

Chris

Tolles Team Tolles Team